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In Mali hat am 22.3..2012 ein Putsch stattgefunden. Schon lange gährten die Unruhe im Norden Malis .Die Bevölkerung hat schon längere Zeit den Gedanken „ Revolution“ gehört und unter Studentenkreisen diskutiert. Die Unruhen im Norden waren besorgniserregend, die Schulsituation, ebenso die Universitäten klagten über die Maßen ausfallende Unterrichtsstunden, es wurde häufig gestreikt. Dann ist die Frage, ob es nur die Tourarek im Norden sind, oder El -Kaida-Abkömmlinge oder Söldner, die ihr Unwesen im Norden des Landes treiben, während die Politik sehr viel Geld in den Norden investiert hat. Eigentlich hätten im April dieses Jahres die neuen Präsidentenwahlen stattfinden sollen aber das Militär sah sich nun, im März gezwungen zu handeln. Der Präsident ist angeblich in einem Militärlager in Sicherheit bei der Regierung loyalen Soldaten untergebracht. Es hat einige wenige Tote und Verletzte gegeben. Allerdings gab es im Internet Bilder von plündernden Soldaten in Bamako. Wer Bamako kennt kann sich vorstellen, wie das aussehen wird. Alles ist so sehr eng und voll mit Menschen. Ein Freund berichtete, dass es nicht sicher sei, auf die Straße zu gehen, andere berichteten von Gewehrsalven, die zu hören waren. Heute am 26.3. schrieb mir ein Freund, dass es eine sehr zerbrechliche Ruhephase gäbe und man uns in Europa bittet, für Mali zu beten. Das Militär hat die Absicht, die Macht so schnell als möglich wieder jemandem , vom Volk gewählten demokratischen Präsidenten zu übergeben.
Neben der politischen Unruhe kommt die Nahrungsknappheit im Lande. Im vergangenen Jahr hat es nicht ausreichend geregnet und die Preise für Hirse sind bereits doppelt so hoch. In der Stadt ist Brot fast nicht zu bekommen, der Preis ebenso wie die Benzinpreise verdoppelt. Wie soll das ein normaler Bauer noch bezahlen?
Für uns als Verein auch die Frage, sollten wir Getreide kaufen und den hungernden Familien zukommen lassen?
Christine Sakowski
März 2012
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